By Oliver Hummel

Endlich ein Buch, das die zahlreichen Fallstricke bei Aufwandssch?tzungen f?r die Entwicklung von Softwaresystemen aufzeigt und konkrete Strategien f?r deren Vermeidung anbietet. Es stellt die M?glichkeiten und Grenzen g?ngiger Sch?tzverfahren dar und illustriert sie mit Hilfe von Beispielen so pr?gnant, dass einer direkten praktischen Anwendung nichts mehr im Wege steht.  Eine Sammlung der wichtigsten Tabellen und Formeln rundet dieses Buch ab und macht es sowohl f?r die industrielle Praxis und Weiterbildung als auch f?r die akademische Ausbildung zum handlichen Nachschlagewerk.

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H. seine zu erwartende Bruttoarbeitszeit ermitteln. Diese umfasst die regelmäßige Anwesenheit abzüglich Fehltage wie Urlaub, Feiertage oder Weiterbildungen. Auch die Aufwände für Sprintplanung und -abschluss (wie gesagt, maximal 10 % der für den Sprint zur Verfügung stehenden Zeit) sind abzuziehen. Scrum geht davon aus, dass die Bruttoarbeitszeit ungleich der Zeit ist, die tatsächlich für das Projekt zur Verfügung steht (also der Nettoarbeitszeit), da sonstige Tätigkeiten wie Telefonate, Meetings und ähnliche Aktivitäten üblicherweise etwa ein Viertel bis ein Drittel eines regulären Arbeitstages in Anspruch nehmen.

In einem solchen Fall mitteln sich Schätzfehler heraus, und es ist wahrscheinlich, dass eine Addition von Einzelschätzungen letztlich näher am tatsächlichen Ausgang des Projekts liegen wird, als eine einzelne Schätzung für das gesamte Projekt.  B. müssen Anforderungen an eine Komponente erfasst sein, bevor ein Design für sie erstellt werden kann), lassen sich diese hinter- bzw. ggf. auch 22 Einfache Schätztechniken nebeneinander anordnen, so dass die minimale Projektdauer, also der sogenannte kritische Pfad, bestimmt werden kann.

Bedingt durch negative Skaleneffekte steigt dieser Aufwand in etwa kubisch an, worin praktisch alle bekannten Schätzmodelle übereinstimmen (vgl.  B. die entsprechend umzustellende Formel von COCOMO auf Seite 71). Diese Erkenntnis ist nicht neu: Es wird in der Literatur entsprechend immer wieder eindringlich darauf hingewiesen, dass eine Verkürzung der Projektdauer auf weniger als etwa 75 % der nominal benötigten Zeit unmöglich ist, da alle analysierten Aufwandskurven in einer solchen Situation beinahe senkrecht in die Höhe schießen.

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